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Aussagenlogik |
Aussagen sind Sätze, die wahr oder falsch sein können. Diese Sätze können der gewöhnlichen Sprache entstammen oder auch der Sprache der Mathematik. Beispiele: ‘Heute ist Montag’ , 3=3.
Aussagen werden im Folgenden mit großen Buchstaben bezeichnet: A,B,....
Es gibt die folgenden Grundverknüpfungen für Sätze A und B: |
Wahrheitstafel |
Logische Verknüpfungen sind Funktionen, denn sie ordnen den Kombinationen der Wahrheitswerte ‘wahr’ (1) und ‘falsch’ (0) von Variablen A,B,... jeweils einen Wahrheitswert ‘wahr’ (1) oder ‘falsch’ (0) zu.
Eine Standardmöglichkeit logische Funktionen darzustellen sind Wahrheitstafeln. Das sind Funktionstabellen, die die Eigenschaften der logischen Funktionen übersichtlich darstellen: |
Die Implikation und die Äquivalenz |
Bei logischen Begründungsketten tritt die logische Folgerung oder Implikation häufig auf, sie wird geschrieben mit A → B und gesprochen ‘Aus A folgt B’.
Eine noch stärkere Beziehung zwischen A und B wird durch die Äquivalenz, geschrieben A ↔ B, gesprochen ‘A äquivalent B’ angegeben. Die Wahrheitstafeln sind dafür |
Disjunktive Normalform einer logischen Funktion |
Es werden alle Zeilen der Tabelle für die logische Funktion A → B, in denen der Wert 1 steht, betrachtet. Es gilt dann: A → B hat den Wert 1 für (A Λ B) oder ( ¬A Λ B) oder ( ¬A Λ ¬B) . Das kann man schreiben als (A Λ B) v ( ¬A Λ B) v ( ¬A Λ ¬B). Vereinbart man, dass Λ stärker bindet als v und benutzt man für A Λ B die Abkürzung AB, so erhält manA → B = AB v ¬A B v ¬A ¬B
Diese Darstellung als Disjunktion von Konjunktionen nennt man disjunktive Normalform der logischen Funktion.
Man kann diese Darstellung überprüfen: Die Wahrheitstafel für den gefundenen Ausdruck muss mit der Wahrheitstafel für die Implikation übereinstimmen. Um diese Überprüfung vorzunehmen, geht man in den folgenden Schritten in der Wahrheitstafel vor: |
Ähnlich wie bei Zahltermen können logische Terme identisch umgeformt werden - dabei besteht eine Analogie von (·,+) zu ( Λ.v) Umformungen können zu einfacheren Termen führen. Am Beispiel des Terms für die Implikation sieht das so aus: |
Tautologien |
Es gibt logische Verknüpfungen, die völlig unabhängig von den Wahrheitswerten der einzelnen Satzvariablen wahr sind. Solche Aussagen sind also allein aus logischen Gründen wahr. Sie heißen Tautologien. |
Kontradiktionen |
Das Gegenstück zur Tautologie ist die Kontradiktion. Ein Satz, der aus logischen Gründen, unabhängig von den Wahrheitswerten der einzelnen Satzvariablen, stets falsch ist. Die Negation einer Tautologie ist eine Kontradiktion. Beispiel: |
Schaltkreisfunktionen oder Gatter |
Erstaunlicherweise können alle Ergebnisse der Aussagenlogik direkt benutzt werden, um im Computer die benötigten Verknüpfungen von Dualzahlketten darzustellen und diese Darstellung dient dann als Grundlage für die technische Realisierung. Diese Verknüpfungen von Dualzahlketten heißen Schaltkreisfunktionen oder Gatter. Als Schaltzustände werden die Werte 0 und 1 gewählt - das entspricht in der technischen Realisierung z.B. 0 Volt und 5 Volt Spannung. Den einzelnen Dualstellen sind die Variablen A,B,... zugeordnet, die also die Werte 0 und 1 annehmen können. Am Beispiel der Addition von zwei einstelligen Dualzahlen wird eine Schaltkreisfunktion entwickelt. |
Tabelle der Addition von zwei einstelligen Dualzahlen A und B |
Für die beiden Dualstellen der Summe können nun genau in der Weise wie bei logischen Funktionen die Schaltkreisfunktionen mit den Grundverknüpfungen gebildet werden. |
Grundelemente für Gatter |
Gatter für die Addition von zwei Dualzahlen |
Schaltbilder mit Funktionsanzeige in LOCAD |
Als Bauelemente sind Schalter und Leds eingefügt |
Volladdierer - Funktionstabelle |
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Volladdierer-Gatter und Volladdierer-Symbol |
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Die Addition von 2 dreistelligen Dualzahlen mit Voll- und Halbaddierern |
(mit LOCAD-Elementen wird 111 +101 = 1100 errechnet) |
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